Archiv für März 2010

Koh Tao – Beach- Tag am Sairee Beach

Nach 18 Tagen Sightseeing, gefühlten 20 Tempeln in Thailand und Kambodscha, 2 Tauchkursen mit 9 Tauchgängen und 1 Thai-Kochkurs habe ich beschlossen, die letzten zwei Tage am Strand zu faulenzen, mir Hörbücher vorlesen zu lassen und das Nichtstun zu zelebrieren.

Die Strände hier auf Koh Tao sind zwar angeblich nicht so schön wie auf Koh Phi Phi oder anderen Insel auf der Seite des Indischen Ozeans, aber schön sind sie dennoch!

Oben: Ban’s Diving Resort liegt am langen Sairee Beach auf der Westseite der Insel. Unten: die Tische von Ban’s Restaurant/Bar gehen fast bis ans Wasser – insbesondere bei Flut bei Vollmond, so wie gestern und aller Voraussicht nach heute Abend.

Ban’s Diving Resort liegt direkt am Strand, wie man oben sehen kann, was die Sache ganz angenehm macht. Da kann man gleich nach demFrühstück-Mittagessen raus in den Sand, ein bisschen brutzeln lassen und dann wieder zurück ins Café und eine kühle Cola trinken.

Noch ist das Restaurant/die Bar relativ rustikal und urgemütlich, wie man unten sehen kann. Angeblich wird das aber alles demnächst abgerissen und neugebaut. Ich hoffe sehr, dass es dadurch nicht den Charme verliert, den es jetzt hat.

Da der Sairee Beach auf der Westseite der Insel liegt, habe ich hier in den letzten Tagen – zumindest an solchen, wo das Wetter gut war – fantastische Sonnenuntergänge erleben können! Bilderbuchstimmung mit leichtem Kitschverdacht:

Ban’s Diving Resort ist somit in jeder Hinsicht sehr empfehlenswert. Es ist nicht nur das größte hier auf Koh Tao, es ist auch mit dem PADI 5 Star zertifiziert worden – angeblich gibt es weltweit nicht besonders viele Tauchschulen, die das vorweisen können.

Zu dem liegt Ban’s ideal an der Westküste und hat immer eine sehr gemütliche, gesellschaftliche Athmosphäre. Es spielen jeden Abend Bands (anscheinend immer dieselben zwei, die sich abwechseln) und natürlich kann man den ganzen Abend Feuer-Jongleuren am Strand zuschauen, was an thailändischen Stränden vermutlich zum Standardprogramm gehört.

Ban’s Diving Resort gibt es seit ca. Anfang der 90er. Damit war Ban einer der ersten, die hier auf der Insel eine Tauchschule eröffnet haben, denn Koh Tao, die „Schildkröteninsel“ wurde angeblich erst Mitte der 1980er Jahre vom Tourismus entdeckt und ist im Vergleich zu Koh Samui und Koh Phangan auch immer noch relativ vom Ballermann-Massentourismuss verschont geblieben.

Die Insel ist winzig. An der breitesten Stelle ist die Insel etwas mehr als 2km breit. von Norden nach Süden sind es ca. 7 oder 8km. Ban’s Diving liegt hier ungefähr in der Mitte der Insel an der Westseite.

Der Hauptort, Mae Haad Village, ist nur 1 km von Ban’s Diving Resort entfernt. Mehr als ein kleines Dorf mit zwei etwas größeren Straßen und lauter kleineren Gassen zwischen den Beiden Straßen ist das aber nicht. Von Ban’s Diving Resort bis zur Bucht im Süden der Insel sind es nur ca. 3 Kilometer, die kann man locker zu Fuß gehen, was ich neulich am Regentag gemacht habe.

Ban selbst lebt übrigens nicht mehr, die Tauchschule gehört jetzt seiner Witwe und wird von der Schwester der Witwe gemanaged. Denn Ban, halb Thai, halb Chinese, ist Anfang der 2000er Jahre auf offener Straße mit 6 Kugeln in den Schädel hingerichtet worden. Anscheinend gab es auf der Insel Meinungsverschiedenheiten, man weiß sogar angeblich, wer den Auftrag gegeben hat. Nur der Täter ist bis heute nicht gefaßt worden, weswegen Ban nach Thailändischem Brauch noch nicht bestattet worden ist, sondern in einem tempelartigen Gebäude im Diving Resort auf Eis liegt. Vielleicht ist das aber auch nur Seemansgarn, das die Tauchlehrer gerne erzählen.

Koh Tao – PADI Advanced Open Water Tag 2

Seit heute habe ich nun auch den PADI Advanced Open Water Schein! Nach insgesamt 5 Tauchgängen habe ich auch diesen Kurs bestanden – und konnte gleichzeitig mit meinem Dive Buddy zusammen jede Menge Fotos machen.

Die Tauchgänge heute waren sogenannte Adventure Dives. Wir konnten uns aussuchen, welche „Spezialisierung“ wir je Tauchgang machen wollten. Klar, dass Fotografie ganz oben auf meiner Liste stand. Unser Tauchlehrer hat uns Kameras mitgegeben und erklärt, wie uns unter Wasser gute Aufnahmen gelingen können. Das ist gar nicht so einfach, weil die Lichtverhältnisse unten nicht sehr gut sind, aber natürlich auch, weil Fische ständig in Bewegung sind und sich selten so bewegen, dass man sie gut fotografieren kann.

Gut dazu passend als zweiter Kurs war „Naturalistic“, sprich eine kleine Einweisung in die Flora und Fauna unter Wasser. Die Einweisung war tatsächlich nur sehr kurz und erfolgte auf dem Boot auf dem Weg von der ersten Dive Site zur zweiten. Allerdings bekamen wir Tafeln mit unter Wasser, wodurch wir direkt nachsehen konnten, was für Fische wir vor die Linse bekommen hatten.

Ein Fisch auf den man vor fast jedem Tauchgang hingewiesen wird, ist der Triggerfisch. Zum einen kann man den relativ häufig hier in diesen Gewässern sehen, zum anderen ist es einer der wenigen, der sein Revier aktiv verteidigt und auch Taucher angreift. Allerdings nicht schwerwiegend, denn das Maul ist relativ klein und der Triggerfisch hat die Angewohnheit, als erstes in die Flossen eines „Angreifers“ zu beißen – also bei Tauchern in die Taucherflossen. Auch den Triggerfisch haben wir vor die Linse bekommen. Er ist ca. 40 cm lang:

Noch mehr Fotos gibt es, wie üblich, auf Flickr.

Die letzten zwei Tauchgänge waren die besten bisher. Die Sicht unter Wasser war fantastisch. Die Tage zuvor gab es unter Wasser sehr viele Schwebeteilchen, sodass man teilweise nur 3-4 Meter weit sehen konnte. Heute betrug die Sichtweiter eher 15 Meter und mehr. Wir hatten dieses Mal auch Zeit, ganz in Ruhe kreuz und quer über die Dive Sites zu schweben, da wir fast keine Übungen mehr machen mussten.

Ein weiterer Grund war meine neue Taucherbrille, die ich mir als Geburstagsgeschenk gekauft habe. Das machte einen riesigen Unterschied zu den Tauchermasken, die es bei Ban’s Diving gab. Die Lehrgangsmasken sind natürlich nicht mehr ganz neu und teilweise schon recht ausgeleiert, sodass ständig Wasser reinläuft. Gestern beim ersten Tauchgang hatte ich eine extrem ausgeleierte Maske,  die ich fast jede Minute ausblasen musste, was zwar kein Problem ist, aber mit der Zeit einfach lästig wird.

Abends ist es hier auf Koh Tao mittlerweile schon sehr viel ruhiger geworden. Man merkt, dass sehr viele Touris zur Nachbarinsel Koh Phangan weitergezogen sind, um am 30.03. an der Fool Moon Party teilzunehmen.

Koh Tao – PADI Advanced Open Water Tag 1

Der Advanced Open Water Kurs fing zwar aufgrund der heftigen Regenfälle mit einem reinen Theorie Tag an, dafür war der Tag heute allerdings umso heftiger. Drei Tauchgänge hintereinander von 13 Uhr mittags bis ca. 20 Uhr – denn der letzte Tauchgang war ein Nachttauchgang. Die Bilder heute sind alle noch vom Boot und der Vorbereitung, Unterwasserbilder habe ich erst am 29. März gemacht.

Der Nachttauchgang war auf eine ganz eigene Weise faszinierend. Die ganze Szenerie ändert sich sehr stark bei Nacht. Andere Fische erscheinen – all die Nachtjäger, wie z.B. Rochen, Moränen, etc. – Farben verblassen und die Sicht ist unglaublich eingeschränkt. Ganz unten haben wir dann für 2 Minuten das Licht ausgeschaltet, wodurch ales schlagartig komplett schwarz wurde. Wenn man dann mit der Hand im Wasser herumrudert, dann blitzt das Plankton auf und es sieht aus, als hätte man Sternenstaub an den Fingern.

Bei den anderen beiden Tauchgängen ging es darum, einmal die Situation auf 30 Metern Tiefe kennen zu lernen, wie z.B.dass die Atmung schwerer wird und das Gehirn langsamer. Wir haben erst an Land und dann bei 30m Tiefe Denksportaufgaben lösen müssen. Aufgrund des zunehmenden Anteils an Stickstoff im Luftgemisch funktioniert das Gehirn bei 30 Metern nicht mehr so schnell und zuverlässig wie man denkt. Dadurch braucht man für die gleiche Aufgabe ein Drittel länger Zeit. Auch kann es passieren, dass man eine Stickstoffnarkose bekommt, was sich u.a. darin äußert, dass man anfängt, unsinnige Dinge zu tun.

Die Übungen im zweiten Tauchgang betrafen die Navigation unter Wasser. Die Sicht an der Dive Site war heute Nachmittag so schlecht, dass es tatsächlich eine sehr gute Übungssituation war. Leider haben wir dadurch nur wenig gesehen. So wenig gesehen, dass ich meine Navigationsübung zwar richtig durchgeführt hatte und wir (mein Dive Buddy und ich – man schwimmt ja immer zu zweit) wieder bei unserem Ausbilder ankamen, aber nicht sicher waren, ob er es wirklich war – bis er wegschwamm und nicht mehr auffindbar war.

Hinterher gab es ein wenig Ärger, denn wir hätten eigentlich an die Oberfläche auftauchen müssen, nachdem wir die Gruppe verloren hatten. Stattdessen haben wir einfach selbständig die zweite Navigationsübung absolviert und sind dann zu verabredeter Zeit wieder beim Boot aufgetaucht. Theoretisch alles chico und (fast) richtig gemacht, aber begeistert war unser Tauchlehrer nicht davon.

Abends haben wir meinen Geburtstag an der Bar ausklingen lassen. Der Tag war allerdings zu anstrengend für einen langen Abend…

Koh Tao – Regenzwangspause.

Ich hätte nicht erwartet, dass ich meine Regenjacke in diesem Urlaub wirklich brauche. Eigentlich hatte ich sie nur für die An- und Abreise von Deutschland dabei, heute jedoch zahlt es sich aus, dass ich sie mitgeschleppt habe.
Heute ist Regentag. Das bedeutet: Karten schreiben und die Insel erkunden, zumindest soweit es bei dem Wetter Spaß macht. Außerdem muss ich mir ein paar Dinge kaufen.
So ist z.B. meine $4-„Rayban“ bereits kaputt gegangen! Jetzt muss ich mir für die verbleibenden 4 Tage doch noch eine neue „Rayban“ kaufen.
Das zweite, was ich brauche, sind neue Flipflops. Die Tatsache, dass sich hier in Ban’s Diving Resort jeder die Flipflops auszieht, bevor man ein Gebäude betritt, führt zu riesigen Flipflop Bergen vor jeder Eingangstür. Leider hat sich gestern abend jemand – aus Versehen, hoffe ich – meine Flipflops genommen. Da ich nicht weiß, ob und wann sie das nächste mal in dem Flipflop Chaos abgelegt werden, muss ich mir wohl oder übel neue kaufen, wenn ich nicht die ganze Zeit mit Joggingschuhen durch die Gegend gehen will.

Der Advanced Open Water PADI Kurs fing heute an. Eigentlich hätten wir heute zwei Tauchgänge plus Nachttauchgang haben sollen. Allerdings taucht es sich bei Regen nicht besonders gut, weil das Gemisch aus Süß- und Salzwasser die Sicht verschlechtert (und das Wasser insgesamt sehr kalt ist) und das Süßwasser somit erstmal absacken muss.
Insofern haben wir heute nur mit der Theoriestunde angefangen und haben den Rest des Tages frei. Eigentlich schade, denn durch das schlechte Wetter gibt es auch kein vernünftiges Alternativprogramm.

Mal sehen, was der Hauptort hier auf der Insel an Infrastruktur hergibt.

Koh Tao – Open Water Diver

Nach 2 Tagen intensiven Trainings ist es nun soweit: Seit heute mittag bin ich stolzer Besitzer des PADI Open Water Diver Scheins. Davon träume ich schon seit dem letztens erwähnten Schnupperkurs vor 14 Jahren. Gestern und heute hatten wir jeweils zwei Dives, alle zwischen 12 und 18 Metern. Ziel war es, die verschiedenen Übungen aus dem Pool nun auch unter Wasser durchzuführen. Wie z.B. bei 16 Metern Tiefe die Maske ab- und wieder aufsetzen und dann mit der Nase das Wasser rausblasen, was im übrigen schlimmer klingt, als es ist.

Nach den Übungen, die wir immer relativ schnell absolviert hatten, war noch Zeit genug, ein paar Runden um die Korrallenriffe zu drehen. Die Sicht war leider die meiste Zeit sehr trübe, aber ein paar Fische wie z.B. Triggerfische, Blaupunktrochen, „Nemo“-Fische, Engelfische und ähnliche konnten wir dennoch ausmachen, bzw. unser Instructor wusste natürlich von vielen Fischsorten bereits, wo sie „wohnen“ und hat uns zielstrebig hingeführt.

Es ist schon eine faszinierende Welt da unten und wir haben nur den kleinsten Bruchteil davon gesehen. Faszinierend auch, wenn man zwischen zwei Korrallenriff-Felsen oder durch einen riesigen Schwarm Fische hindurch schwimmt, fast als wäre man schwerelos. Mit den Flossen leichten Antrieb geben und mit dem Lungenvolumen die Höhe kontrollieren, auf der man entlang schwebt. Einfach großartig!

Leider habe ich keine Unterwasser-Fotos, die dürfen wir erst während des Advanced OWD Kurses machen. Es wurde jedoch ein Video gedreht, das wir heute Abend zusehen bekommen, und das man für leider etwas zu viel Geld auch kaufen kann.

Jetzt bin ich schon am überlegen, ob ich gleich den Advanced Open Water Diver hinterher mache, die Gelegenheit ist gerade so günstig. Die Alternative wären einfach „nur“ weitere Tauchgänge in den nächsten 4-5 Tagen. Das wäre zumindest finanziell günstiger.

Einen Trip nach Koh Phangan zur Fullmoon Party hatte ich zwischenzeitlich auch in Erwägung gezogen, aber nach den letzten 2 Tagen ist zumindest eines klar: Ich werde die letzten 5 Tage Urlaub mit weiteren Tauchgängen verbringen!

Koh Tao – Tauchkurs

Der Unterricht fing heute schon um 08:30h mit 3 Std. Theorie an. Nicht gerade das beste, um wach zu werden. Nachmittags ging es in den Pool, um diverse Übungen durchzuführen. Ich werde hier nicht im Detail auf die Übungen eingehen, das passt hier nicht. Jedenfalls bekommt man, wenn man die Dinge falsch macht, sehr viel Wasser in die Nase!

Da ich vor etwa 14 Jahren schon mal einen Schnupperkurs auf einer der kolumbianischen Inseln in der Karibik gemacht habe, war die Poolsession zwar hilfreich, weil ich viele Dinge üben konnte, die ich damals nicht, oder nur mangelhaft mitbekommen hatte. Ansonsten war das Gefühl unter Wasser zu atmen anfangs natürlich ungewohnt, aber ich gewöhnte mich da schnell wieder dran.

Um 18 Uhr waren wir fertig, sodass ich noch Zeit hatte, gemütlich am Strand liegend und Singha trinkend einen wunderschönen Sonnenuntergang zu genießen. Einer der Momente, in denen man mit dem Gedanken spielt, einfach auszuwandern und in Gefilden wie diesen hier zu leben. So hat es zumindest mein Tauchlehrer gehalten. Alex aus München hat beschlossen, nie wieder in Deutschland zu leben.

Morgen früh (um 07:20h!) geht es das erste mal raus und dann runter auf 10 Meter. Ob wir schon viel sehen werden, wollte man uns nicht versprechen – es werden natürlich erst mal alle Übungen durchexerziert, bevor wir ggf. noch Zeit haben, ein paar Fische anzugucken. Bin mal sehr gespannt.

PS: Fotos von Koh Tao, dem Strand und den unglaublichen Sonnenuntergängen, die man hier jeden Abend sehen kann, werde ich erst in den nächsten Tagen online stellen. Ich komme gerade nicht viel zum Fotografieren und muss viele Motiv, die ich jetzt schon gesehen habe, erst noch knippsen.

Koh Tao – Traumhaft.

Geschafft, endlich in Koh Tao angekommen! Traumhaft hier, unglaublich. Ich sitze jetzt im Café von Ban’s Diving Resort und befinde mich, lass mal sehen, ungefähr 2 Meter vom Strand! (Und das mit WiFi, wie man sieht.) Perfekt!
Hier ist der Blick, den gerade habe, wenn ich zum Meer rausschaue:

Da ich recht früh hier bin und mein Zimmer noch nicht bezugsfertig ist, frühstücke ich erstmal und will kurz die Anreise zusammenfassen, denn die war etwas anstrengend. Wahrscheinlich werde ich doch langsam zu alt für Übernacht-Bustouren. Insbesondere Klimaanlagen, die einem direkt ins Gesicht pusten, ohne dass man daran etwas ändern kann, nerven. Ebenso die Tatsache, dass ich die leckerste Moskito-Nachtspeise bei über 40 Mitreisenden gewesen sein muss. Ich habe wahrscheinlich keine 2h geschlafen. Die Fahrt dauerte von ca. 8 Uhr Abends bis 5 Uhr morgens, als wir in Chumphon ankamen. Zum Einschlafen im Bus gab es einen knallharten Action Thriller („The Hunted“) mit schlecht ausgesteuertem Dolby Surround, sodass es rundum hallte.

Von Chumphon aus fuhren wir mit einem Expressboat nach Koh Tao und hier bin ich unvermutet in eine Gruppe von Lehrern aus dem Nordwesten Thailands geraten. Eine sehr lustige, freundliche Gruppe, und während ich mich anfangs noch etwas deplaziert fühlte, war ich schnell ein begehrtes Fotomotiv, mit dem sich viele der Lehrerinnen ablichten lassen wollten („Lolland from Germany“). Die Englischlehrerinnen setzten sich dann auch eine nach der anderen neben mich um Ihr Englisch auszuprobieren.

Etwas später, gegen 20 Uhr:

Der Beitrag gehtdoch erst jetzt online, weil das WiFi heute tagsüber doch nicht richtig funktionierte – was aber sehr unüblich sei, wie mir andere Gäste mitteilten.

Dadurch habe ich jetzt auch schon den ersten Teil des PADI Open Water Grundkurses absolviert. Die Aufgabe war hart: wir mussten 2 Stunden lang eine schlechte, etwas ältere DVD mit den ersten drei Lektionen an  Grundkenntnissen ansehen, ohne einzuschlafen. Was, aufgrund der Tatsache, dass ich letzte Nacht nur ca. 2h geschlafen habe, wirklich nicht einfach war.

Daher jetzt nur noch essen und dann ab ins Bett – die nächsten 3 Tage werden intensiv und fangen immer morgens sehr früh an.

Fotos  und weitere Berichterstattungen folgen in den nächsten Tagen.

Bangkok – Khao Cooking School

Die Thailändische Küche ist bekannt für ihre frischen Zutaten und Zubereitung. Also dringend Zeit, ein paar Thailändische Gerichte zu lernen, dachte ich mir und meldete mich heute bei der Khao Cooking School für einen 3 Stunden Kurs am Nachmittag an.

Die Khao Cooking School liegt, wie der Name schon sagt, an der Khao San Road, allerdings in zweiter Reihe, weswegen man dort Ruhe hat und nichts vom Touri-Rummel der Road merkt. Die Schule wird von Kobkaew Najphinit geleitet, die seit über 40 Jahren Kochschüler unterrichtet und bereits mehrere Kochbücher geschrieben hat. Durch den Kurs geführt hat mich allerdings Ning, ihre Tochter, die sehr gut Englisch spricht und u.a. in den USA studiert hat.

Ich konnte aus einer langen Liste auswählen, welche Gerichte ich lernen möchte, habe mich dann aber doch für drei Thai Klassiker entschieden: Pad Thai, Tom Kah Gai und Gaeng Keaw Wan.
Pad Thai kennt wahrscheinlich jeder – es sind in der Pfanne gebratene Nudeln mit Shrimps. Pad heißt „Stir Fry“ und wurde ursprünglich von den Chinesen nach Thailand gebracht – wie überhaupt das gesamte Konzept einer schnellen Straßenküche. Denn Pad Thai geht schnell, wenn man die Zutaten zusammen hat. Einer der Assistenzköche kochte das Gericht einmal vor, um mir zu zeigen, in welcher Reihenfolge man die Zutaten in den Wok tut, danach durfte ich das Gericht selbst zubereiten. Das Resultat:

Beide Portionen durfte ich dann aufessen. Da ich das auch bei der Suppe und dem Curry durfte, bin ich mittlerweile pappsatt.

Tom Kah Gai ist eine Hühnersuppe mit Kokosnuss und Galangel (was auch immer das ist, es ist so ähnlich wie Ingwer). Die ging auch sehr schnell weil der Hühnerknochen bereits ausgekocht war und wir den Sud direkt nutzen konnten.

Gaeng, Keaw Wan ist das typische grüne Curry, was man hier neben Pad Thai in jedem Restaurant bekommt. Das dauerte sehr viel länger, weil wir die grüne Curry Paste selbst hergestellt haben und ich bestimmt 20 Minuten lang Zutaten in einem Mörser zerstampft habe. Dafür war es um einiges leckerer als die Currys, die ich hier bisher gegessen habe. Ning gab mir dann noch einen Geheimtipp bzgl. der Kokosnusscreme, den ich hier allerdings nicht aufschreiben werde – versteht sich von selbst.

Zu jedem Rezept erklärte mir Ning ausführlich, welche Zutaten man benötigt und woher die Zutaten stammen und wie man sie vorbereitet.
Sie erklärte auch, in welcher Reihenfolge sie verwendet werden – insbesondere beim Zerstampfen der Zutaten für die grüne Curry Paste ist die Reihenfolge sehr wichtig.

Da ich, wie die meisten Leser wissen werden, ein großes Interesse an Vanille Rezepten habe,  fragte ich Ning zum Schluss, ob in der Thai Küche auch Vanille verwendet wird, was sie leider verneinte. Sie könnte sich aber vorstellen, dass einige der Thai Desserts gut mit Vanille schmecken könnten, insbesondere die auf Basis von Palmenzucker. Sie versprach, sich noch mal zu melden, sollte ihr ein gutes Rezept einfallen.

Wer also demnächst nach Bangkok kommt und vielleicht sogar auf der Khao San Road wohnt, sollte diese Kochschule besuchen. Für 1.500 Baht gibt es außerhalb von Bangkok sicherlich günstigere Gelegenheiten, aber in Bangkok ist es eine der Schulen mit dem besten Preisleistungsverhältnis, da bin ich mir sicher – und die familiäre Stimmung macht darüber hinaus ein ganz besonderes Vergnügen!

Ein weiterer Tipp für alle, die demnächst nach Bangkok reisen: Wer eine schöne, chillige Bar sucht, der muss die Khao San Road verlassen (wer hätte das gedacht) und zur Soi Rambuttri gehen, dort ist die Sawasdee House Bar, die anscheinend zu einem weiteren Sawasdee Hotel gehört – wäre wohl eine bessere Wahl gewesen als das Sawasdee Hotel, was ich gebucht habe! Hier kann man sehr gemütlich sitzen und hört dabei chillige Musik, die von irgendwelchen Hotel Costes oder Cafe Del Mar Chillhouse Alben kommen könnte. Das WLAN kostet hier zwar 60 Baht / Stunde, aber das ist es mir wert, nicht mehr in dem Tommy-Schuppen sitzen zu müssen.

Heute Abend um 8 Uhr steige ich in den Bus nach Koh Tao, Ankunft morgen früh gegen 10 Uhr. Hoffe ich bin nach der Reise nicht zu sehr gerädert und melde mich wieder, sobald ich in Koh Tao eine Internet-Oase gefunden habe.

Bangkok – Khao San Cooking School.

Die Thailändische Küche ist bekannt für ihre frischen Zutaten und Zubereitung. Also

dringend Zeit, ein paar Thailändische Gerichte zu lernen und meldete mich heute bei der

Khao San Cooking School für einen 3 Stunden Kurs an.

Die Cooking School liegt, wie der Name schon sagt, an der Khao San Road, allerdings in

zweiter Reihe, weswegen man dort Ruhe hat und nichts vom Touri-Rummel der Road merkt. Die

Schule wird von XXXX geleitet, die seit über 35 Jahren Kochschüler unterrichtet und bereits

mehrere Kochbücher geschrieben hat. Durch den Kurs geführt hat mich allerdings Ning, ihre

Tochter, die sehr gut Englisch spricht und u.a. in den USA studiert hat.

Ich konnte aus einer langen Liste auswählen, welche Gerichte ich lernen möchte, habe mich

dann aber doch für drei Thai Klassiker entschieden: Pad Thai, Tom Kah Gai und Gaeng Keaw

Wan.
Pad Thai kennt wahrscheinlich jeder – es sind in der Pfanne gebratene Nudeln mit Shrimps.

Pad heißt „Stir Fry“ und wurde ursprünglich von den Chinesen nach Thailand gebracht – wie

überhaupt das gesamte Konzept einer schnellen Straßenküche. Denn Pad Thai geht schnell,

wenn man die Zutaten zusammen hat. Einer der Assistenzköche kochte das Gericht einmal vor,

um mir zu zeigen, in welcher Reihenfolge man die Zutaten in den Wok tut, danach durfte ich

es dann selbst probieren. Beide (zugegebenermaßen kleinen) Portionen durfte ich dann

aufessen. Da ich das auch mit der Suppe und dem Curry durfte, bin ich mittlerweile

pappsatt.

Tom Kah Gai ist eine Hühnersuppe mit Kokosnuss und Galangel (was auch immer das ist, es ist

so ähnlich wie Ingwer). Die ging auch sehr schnell weil der Hühnerknochen bereits

ausgekocht war und wir den Sud direkt nutzen konnten.

Gaeng, Keaw Wan ist das typische grüne Curry, was man hier neben Pad Thai in jedem

Restaurant bekommt. Das dauerte sehr viel länger, weil wir die grüne Curry Paste selbst

hergestellt haben und ich bestimmt 20 Minuten lang Zutaten in einem Mörser zerstampft habe.

Dafür war es um einiges leckerer als die Currys, die ich hier bisher gegessen habe. Ning

gab mir dann noch einen Geheimtipp bzgl. der Kokosnusscreme, den ich hier allerdings nicht

aufschreiben werde – versteht sich von selbst.

Zu jedem Rezept erklärte mir Ning ausführlich, welche Zutaten man benötigt und woher die Zutaten stammen und wie man sie vorbereitet.
Sie erklärte auch, in welcher Reihenfolge sie verwendet werden – insbesondere beim Zerstampfen der Zutaten für die grüne Curry Paste ist die Reihenfolge sehr wichtig.

Da ich, wie die meisten Leser wissen werden, ein großes Interesse an Vanille Rezepten habe,

fragte ich Ning zum Schluss, ob in der Thai Küche auch Vanille verwendet wird, was sie

leider verneinte. Sie könnte sich aber vorstellen, dass einige der Thai Desserts gut mit

Vanille schmecken könnten, insbesondere die auf Basis von Palmenzucker.

Wer also demnächst nach Bangkok kommt und vielleicht sogar auf der Khao San Road wohnt, sollte diesen Kurs mitnehmen. Für 1.500 Baht gibt es im übrigen Thailand sicherlich günstigere, aber in Bangkok ist es eines mit dem besten Preisleistungsverhältnis – und die familiäre Stimmung macht daraus ein ganz besonderes Vergnügen!

Ein weterer Tipp für alle, die demnächst nach Bangkok reisen: Wer eine schöne, chillige Bar

sucht, der muss die Khao San Road verlassen (wer hätte das gedacht) und zur Soi Rambuttri

gehen, dort ist das Sawasdee House inkl. Bar.
Die Bar gehört anscheinend zu einem weiteren Sawasdee Hotel – wäre wohl eine bessere Wahl gewesen als das Sawasdee Hotel, was ich gebucht habe! Hier kann man sehr gemütlich sitzen und hört dabei chillige Musik, die von irgendwelchen Hotel Costes oder Cafe Del Mar Chillhouse Alben kommen könnte. Das WLAN kostet hier zwar 60 Baht / Stunde, aber das ist es mir wert, nicht mehr in dem Tommy-Schuppen sitzen zu müssen.

Heute Abend um 8 Uhr steige ich in den Bus nach Koh Tao, Ankunft morgen früh gegen 10 Uhr.

Hoffe ich bin nach der Reise nicht zu sehr gerädert und melde mich wieder, sobald ich in

Koh Tao eine Internet-Oase gefunden habe.

Kurz notiert: japanische Touristen.

Achja, die japanischen Touristen! Schlimm! Es gibt so viele davon, dass man Schwierigkeiten hat, Motive zu finden, bei denen man nicht gleichzeitig eine ganze Herde Japaner mit ablichtet. Schlimmer noch, wenn sie anfangen, sich alle gegenseitig vor dem Motiv zu fotografieren.

Da hilft nur warten, bis die gesamte Herde weitergestapft ist. (Man könnte anhand solch eines Szenarios einen hervorragenden Kit Kat Spot drehen – „wenn’s mal wieder länger dauert“.)

Ein Bild aus Angkor Wat will ich Euch nicht vorenthalten, ich habe mich köstlich darüber amüsiert und frage mich bis jetzt, wer hier eigentlich der/die Affen sind:

Unglaublich, oder?

PS: Sorry M., als einzige mir persönlich bekannte Japanerin werde ich mich persönlich bei Dir für diesen Beitrag entschuldigen – aber ich vermute mal, dass Du das ähnlich siehst wie ich?).

Bangkok – Floating Market und Sirocco Sky Bar

Es ist sehr ärgerlich, wenn eine SD Karte im falschen Moment abschmiert. In diesem Fall ist es gar nicht so schade um den Inhalt, denn ich hatte die Bilder (bis auf 2 oder 3) bereits im Laptop gespeichert. Aber die SD Karte ist just in dem Moment kaputt gegangen, als ich eigentlich in ein Longtail Boot steigen wollte, um den Floating Market zu besuchen.

Die Dame, die die Karten verkaufte, war nett genug, mich nochmal zum Hotel zurücklaufen zu lassen. Allerdings habe ich dadurch fast eine Std. verloren und ich war eh schon recht spät dran, sodass die meisten bereits ihre Ware eingepackt hatten, als wir endlich beim Floating Market ankamen. Insofern kann ich nicht viel dazu sagen, außer dass es wohl eine ganze spannende Sache sein muß, wenn man rechtzeitig da ist. Hier sind dennoch zwei Eindrücke von den „Marketbooten“, die dort ihre Waren verkaufen:

Mehr Bilder gibt’s, wie üblich, bei flickr.

Die Longtailboote sind sehr interessant gebaut. Hinten haben sie auf dem Deck einen Motor montiert, der fast wie ein LKW Motor aussieht. Von dem aus geht direkt auf der Motorachse ein langer Metallstab ins Wasser, an dessem Ende sich die Schraube befindet:

Die Klongs sind rechts und links von Häusern auf Stelzen gesäumt. Der Fluss und die Klongs scheinen zur Zeit Niedrigwasser zu führen, denn da ist noch viel Luft bis zum Erdgeschoss der Häuser.

Abends habe ich mir Bangkok von einer ganz anderen Seite angesehen – und das im doppelten Wortsinn. Ich war in der Sirocco Skybar, etwas weiter im Süden vom Zentrum aus gesehen. Die Sirocco Skybar befindet sich im 64. Stock eines sehr luxuriösen Hotelturms mit einer goldfarbenen Kuppel.

Die Bar ist, wie man auf dem Foto schon sehen kann, ein ganz anderer Stil als alles was es in der Khao San Road gibt. Das kann man auch daran erkennen, dass im Lonely Planet steht, dass man sich tunlichst ordentlich anziehen und richtige Schuhe statt FlipFlops tragen sollte. Oder auch daran, dass ein Bier hier über 400 Baht kostet (die Cocktailkarte habe ich mir gar nicht erst angesehen). Man kann hier entweder an der Skybar einen Drink zu sich nehmen, oder in dem Restaurant gleich daneben etwas essen. Alles Open Air und mit einer unglaublichen Aussicht auf die Skyline von Bangkok:

Gut war auch, dass es nicht Tag war – so konnte ich nicht so richtig wahrnehmen, dass sich die runde Bar auf einem kleinen Balkon befindet und man vom Abgrund nur durch ein ca. 1,20 Meter hohes Glasgeländer getrennt wird!

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