Archiv für August 2008

Offtopic: verrueckte Schilder 4

Das hier hing ebenfalls in einem „Restroom“. Es scheint sehr rudimentaer mit Google Translations oder dem beruechtigten Babelfish uebersetzt worden zu sein:

Im Navajo Reservat

Wir uebernachten auf dem Weg zum Grand Canyon im Navajo Reservat, mit 200.000 Navajo Indianern das groesste Indianer Reservat der USA. Auf dem Weg ins Reservat wurden wir in einer Polizeikontrolle angehalten und gefragt, ob wir Alkohol dabei haben. Natuerlich haben wir immer noch 12-24 Flaschen Bier im Kofferraum, was den Polizisten nicht sehr zu stoeren schien, er wies uns allerdings darauf hin, dass Alkohol im Reservat strengstens verboten ist.

Das macht uns momentan ein wenig Kopfzerbrechen, da das Reservat zu gross ist, um einfach schnell mal hindurch zu fahren, andererseits haetten wir nach all der Kraxelei im Arches Nationalpark heute Abend gerne ein Etappenbier getrunken.

Wir fahren bis Tuba City, in der ca. 8.000 Navajos leben. Es gibt in den Orten immer nur 2-3 Hotels, auch wenn sichtlich mehr Bedarf ist. Letztendlich kehren wir im Dine Inn Motel ein, und verstossen wie Pennaeler gegen die „No Alcohol“ Regel, die dort sogar fett auf einem Schild an der Tuer steht.

Am Ende passiert natuerlich nichts, und nach einem Fruehstueck bei McDonalds geht es weiter Richtung Grand Canyon.

Monument Valley

Der Soundtrack fuer diese Station war von Anfang an klar. Einer der beiden Miturlauber hat den Soundtrack zu „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Ennio Morricone dabei, wir hoeren somit fast eine Stunde lang immer dieselben 4 Lieder aus dem Westernklassiker. Die Musik passt naemlich bestens zur Landschaft!

Monument Valley ist ein weiteres grosses Highlight auf dieser Reise. Nicht so ueberraschend faszinierend wie Bryce Canyon. Aber mindestens genauso beeindruckend. Durch die Tatsache, dass man dieses Tal und die Monuments seit der Kindheit aus Spielfilmen und Werbefilmen kennt, erfaehrt man eine ganz andere Art der Faszination, wie es Zion, Bryce oder Arches nicht bieten koennen. Jeder kennt die Felsformationen, wie jeder den Eifelturm in Paris oder das Kollosseum in Rom kennt. Man hat’s mal gesehen, aber eben noch nie mit eigenen Augen.

Wind und Regen haben die Sandsteinruinen in den letzten 25 Millionen Jahren aus den Sedimenten eines ehemaligen Meeres gewaschen. Wenn man nahe an den Monumenten vorbeifaehrt, kann man die Felsbrocken fast noch runterkullern sehen.

Die bekanntesten drei „Butts“, so heissen die Monumente, liegen bereits im Navajo Reservat und man muss erneut Eintritt (allerdings nur 5,-) pro Person zahlen, denn es ist kein National Park der USA. Das Gebiet gehoert den Navajos, die dort ein eigenes Tourismus Zentrum aufgebaut haben, inklusive billiger Indianersouvenire und Bustouren rund ums Monument Valley. Allerdings haben die Navajos den Touri-Kommerz noch nicht so perfektioniert, wie man es in aus den USA gewohnt waere:


Wenn man den Eintritt gezahlt hat und weiterfaehrt, dann bekommt man das folgende, sehr bekannte Panorama zu Gesicht:

Wenn man, wie wir, mit einem Mietwagen unterwegs ist, dann kann man sich auch bedenkenlos auf die Sandpiste trauen, auf der man eine Runde um ein paar der gigantischen Felsplateaus drehen kann. Man sieht dann noch viele andere sehr interessante Felskonstellationen und man sieht die drei bekannten Butts noch aus anderer Perspektive.

Noch viel mehr Bilder aus dem Monument Valley gibt es natuerlich bei Flickr zu sehen.

Offtopic: verrueckte Schilder 3

Ich haette nicht gedacht, dass daraus eine eigene Rubrik werden koennte. Aber heute haben wir schon wieder zwei Schilder fuer diese Rubrik gefunden. Hier das erste – es hing in einem Plumpsklo:

Auf dem Weg zum Monument Valley

Die Strecke ist nicht lang und auf dem Weg von Arches zum Monument Valley passiert auch nicht viel.


View Larger Map

Es gibt aber ein paar sehr bemerkenswerte Aussichten. Zum Beispiel der Mexican Hat – wieder ein Felsbrocken, der seit langem auf einer duennen Felssaeule balanciert:

Oder zum Beispiel die erste Silhouette des Monument Valley:

Die gesamte Landschaft erinnert an all die Spaghetti-Western. Aber auch an Klassiker, wie z.B. „Spiel mir das Lied vom Tod“ (Holt Euch schon mal den Soundtrack, fuer den naechsten Blogpost!)

Arches National Park

Von Green River ist es nicht mehr weit bis Arches, wir fahren nur noch ca. 45 Minuten auf dem Highway 70. Der Park traegt seinen Namen aufgrund der vielen Felsboegen – es sollen an die 200 sein. Wir haben allerdings nur ungefaehr 10 Stueck gesehen, darunter allerdings ein paar der Bekanntesten, wie z.B. der Landscape Arch, der Delicate Arch, der Pine Tree Arch und der Tunnel Arch. Einige Arches kann man direkt von der Strasse aus sehen. Andere sieht man nur, wenn man laengere Wege zu Fuss zuruecklegt. Ein paar wenige Arches sieht man nur, wenn man hoehenangstinkompatible Wege an Felswaenden entlangkraxelt. (Die habe ich nicht gesehen, aber meine beiden lebensmueden Miturlauber haben mir Fotos mitgebracht.)

(Delicate Arch – man beachte, wie klein die Touris in dem Bild sind!)

(Tunnel Arch)

(Pine Tree Arch)

(Wall Arch)

Der Felsbogen des Wall Arch ist gerade erst „neulich“ in sich zusammengebrochen: am 4./5. August 2008, also vor ca. 3 Wochen! Das haetten wir beinahe noch miterlebten koennen!

(Landscape Arch)

Der Landscape Arch wird auch nicht mehr lange durchhalten (lange im geologischen Sinne). Gerade erst „neulich“ – Im Jahr 1991 – ist ein Teil der Bogens herausgebrochen und nur wenige Meter neben einigen Touristen runtergekracht. Ein Tourist hat das angeblich sogar fotografiert. Wie lange der groesste Arch in dem National Park noch halten wird, weiss man natuerlich nicht. Der Weg bis zum Arch ist allerdings seit 17 Jahren gesperrt, weil man nun berechtigte Angst hat, dass das jederzeit passieren wird.
Obwohl der Park so benannt ist, sind die Arches nicht die einzigen steinigen Attraktionen in diesem Park. Es gibt zum Beispiel viele interessante Feldformationen, wie dieser „Balanced Rock“, der seit langer Zeit auf dieser Felssaeule balanciert:

Des Weiteren gibt es natuerlich noch „normale“ aber dennoch sehr faszinierende Felswaende – ein paar davon sind ebenfalls bei Flickr mit dem Schlagwort Arches zu finden.

Auf dem Highway 12 zum Arches National Park

Vom Bryce Canyon sind wir gestern ueber den Highway 12 in Richtung Arches National Park aufgebrochen sind dann ueber die 24 auf den Highway 70 weitergefahren und Abends in einem Super 8 Motel in Green River/Elgin untergekommen.


View Larger Map

Der Highway 12 ist alles andere als eine schnelle Strecke – dafuer ist diese Aussicht teilweise atemberaubend. Hier sind ein paar Impressionen:

Wir haben nach fast jeder Kurve neue landschaftliche Highlights gesehen, mittlerweile sind wir sehr verwoehnt, was das angeht. Oftmals waren wir nicht einmal mehr bereit, richtig anzuhalten und auszusteigen, um Fotos zu machen, sondern haben die Fotos aus dem Fenster im Vorbeifahren geschossen.
Auf dem Weg haben wir in Escalante im Golden Loop Cafe Hamburger gegessen:

Bryce Canyon National Park

Bryce Canyon ist mit Sicherheit einer der ganz grossen Hoehepunkte der Reise, auch wenn wir noch nicht alles gesehen haben. Es war ein Naturschauspiel sondergleichen!

Mir ist unterwegs der Speicherplatz auf meiner SD Karte ausgegangen, weil ich nicht gedacht haette, dass ich mehr als 50 Fotos knipsen werde. Letztendlich ist man keine 10 Meter weit gelaufen, ohne ein Foto machen zu muessen. Die Highlights gibt es bei Flickr mit dem Schlagwort „Bryce Canyon“ zu sehen.

Ein paar Worte zum geologischen Hintergrund: Bryce Canyon ist eigentlich gar kein richtiger Canyon:

Bryce Canyon was not formed from erosion initiated from a central stream, meaning it technically is not a canyon. Instead headward erosion has excavated large amphitheater-shaped features in the Cenozoic-aged rocks of the Paunsagunt Plateau. This erosion exposed delicate and colorful pinnacles called hoodoos that are up to 200 feet (60 m) high. A series of amphitheaters extend more than 20 miles (30 km) within the park. The largest is Bryce Amphitheater, which is 12 miles (19 km) long, 3 miles (5 km) wide and 800 feet (240 m) deep. (Quelle)

Wir sind vom Parkplatz bis zum Bryce „Amphitheater“ gegangen, wo die orangefarbenen Steinsaeulen in einem relativ steil abfallenden Halbrund angeordnet sind.

Hier sind wir den Navajo Trail auf der einen Seite runter-, und im naechsten Amphitheater wieder hochgelaufen. Der Navajo Trail ist ein stark ausgetretener Trampelpfad, der sich in dem Halbrund zwischen den „Hoodoos“ in Serpentinen hinabschlaengelt. Fuer Leute mit Hoehenangst an manchen Stellen sicherlich nicht einfach. Und bei der Hitze insgesamt kein leichtes Unterfangen, auch wenn es insgesamt nicht sehr lang gedauert hat. Im zweiten Amphitheater laeuft man aehnliche Serpentinen wieder hinauf.

Auf dem Weg konnten wir uns die atemberaubenden „Hoodoos“ aus der Naehe ansehen. Die Farben sind einfach unglaublich. Gerade das Sandsteinorange der Felsen als Kontrast zum Knallblau des Himmels war ein unvergessliches Erlebnis.

Mittendrin stehen immer wieder vereinzelt Baeume, die sich eine Nische zum Ueberleben erobern konnten.

Angeblich wird dieser Park weniger besucht als z.B. Zion National Park und natuerlich der Grand Canyon. Der Park liegt nicht gerade auf den ueblichen Touri-Trampelpfaden. Fuer uns Urlauber ist das allerdings, nach den Erlebnissen heute, unverstaendlich. Bryce Canyon sollte jeder auf seine Sightseeing-Liste schreiben, der in Utah und/oder Arizona unterwegs ist!

Offtopic: verrueckte Schilder 2

Wer das Schild allzu woertlich nimmt, bekommt sehr schnell ein Problem:

Das Motel in Hatch

Ein kurze Zwischennotiz: das Hotel in Hatch bei Nacht:

Werbung
RSS Abo
 RSS abonnieren
Werbung