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Das Viñales Tal – Pinar del Rio

Am zweiten Tag auf Kuba machen wir eine Tour zum Viñales Tal. Zwar haben wir immer noch nicht viel von Havanna gesehen, aber aufgrund der anstehenden Neujahrsfeiertage haben wir nur noch heute die Möglichkeit, diese Tour zu machen. Schon heute werden wir nicht mehr alles zu sehen bekommen, da die Tabakfabriken Samstags geschlossen sind.

Die Fahrt von Havanna nach Viñales dauert ca. 2 Stunden, wobei wir nach einer Stunde einen Zwischenhalt machen. Unsere Reiseführerin scheint noch nicht ganz wach zu sein, denn der Bus wäre beinahe ohne mich und meine Freundin weitergefahren. Ich stand noch in der Schlange zum Baño und meine Freundin draußen vor dem Bus, auf mich wartend. Gottseidank konnte sie noch an eine der Fensterscheiben des Buses klopfen, sodass er wieder anhielt und uns mitnahm. Bei den nächsten Stationen hat unsere Reiseleiterin jedes Mal nachgezählt, bevor wir abgefahren sind.

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Unser 1. Stop: ein fantastischer Ausblick über das Viñales Tal. Wir halten bei einer Aussichtsplattform, die von Touristen überflutet ist. Überall stehen Reisebusse, aber auch Oldtimer-Taxis, mit denen einige auf Tour zu sein scheinen. Dazu spielt eine Band typisch kubanische Musik, mehrere Touristen tanzen dazu. Die anderen drängeln sich am Geländer der Plattform um das Tal zu fotografieren.

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Unser 2. Stop: Eine Tropfsteinhöhle in den Kalksteinfelsen des Viñales Tals.  In dieser versteckten sich Sklaven nach einem Sklavenaufstand. Die Höhle war jedoch relativ unspektakulär. Insbesondere nach den Topfsteinhöhlen, die wir in Georgien gesehen haben. Zum Ende der Höhle mussten wir in einer langen Schlange darauf waren, mit Booten die letzte Etappe zu fahren. Das war dann auch das Interessanteste an der Höhlentour.

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Nach den Höhlentour gibt es Mittagessen: Reis mit schwarzen Bohnen (lecker: mit Kreuzkümmel gewürzt), Huhn/Schwein, Kartoffeln, davor Melone und Gemüse als Vorspeise, danach Milchreis mit Zimt. Das Ambiente ist typisch für Restaurants, die sich auf Touri-Gruppen spezialisiert haben. Das Essen ist aber erstaunlich lecker!

Die vorletzte Station ist der Besuch der Tabakplantage „Maconda“. Da wir sprachlich eine Mischgruppe sind (Englisch/Spanisch) erklärt ein Gespann aus Enkel (Englisch) und Großvater (Spanisch) alles was es über den Tabakanbau und die Zigarrenproduktion zu wissen gibt.

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Zum Abschluss rollt der Großvater vor unseren Augen aus drei Blättern eine Montechristo Nr. 4. Die drei Blätter stammen aus unterschiedlichen Bereichen der Pflanze und haben entsprechen verschiedene Nikotinanteile. Als letztes nutzt er ein kräftiges Blatt für die äußere Schicht. Nun bekommen alle (die wollen) eine Zigarre zum Probieren. Das Mundende wird in Honig getunkt, das sei wie ein natürlicher Filter, erkärt uns der Großvater. Außerdem hat „der Che“ das auch immer so gemacht… und der war ja nicht nur Arzt, sondern hatte auch Asthma. Also dann.

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Achja: Natürlich kann man auch Zigarren kaufen. Lang und breit wird uns erklärt, wie viele man problemlos aus Kuba ausführen darf (50 Stück pro Person, so sagten sie uns).

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Die letzte Station ist ein Berg mit einem überdimensionalen Gemälde. Das die Evolution von Amöben ist zum Menschen zeigen soll. Wir finden: es ist groß, das stimmt, aber ansonsten wenig interessant. Gleichzeitig hat man uns erklärt, dass wir hier eine Piña Colada trinken sollten, was wir auch tun, obwohl es keinen triftigen Grund gibt, ausgerechnet hier eine Piña Colada zu trinken.

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Die Fotos des Tages zum Durchblättern:

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